NETU Newsletter 05/2017

NETU Newsletter 05/2017

Newsletter 05/2017

Sehr geehrte Damen und Herren,
Sehr geehrte Mitglieder und Kooperationspartner,

Ich begrüße Sie zur aktuellen Ausgabe unseres Newsletters.

Mit großem Erfolg haben wir am 09. Mai unsere Paneldiskussion „Kapitalismus Fluch oder Segen?“ als Auftaktveranstaltung unseres „Wirtschaftspolitischen Forums“ absolviert. Mit internationalen, auserwählten Experten und über 200 interessierten Gästen haben wir zum Kapitalismus, zur Globalisierung und zur Gerechtigkeit diskutiert.

Mehr Gerechtigkeit und eine Konsolidierung der Demokratie wünschen wir uns in diesen politisch turbulenten Zeiten.

So hoffen wir, dass der offizielle Besuch des Türkischen Wirtschaftsministers, Nihat Zeybekci in Berlin zum Abbau politischer Spannungen und zur Verbesserung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Türkei und Deutschland beiträgt.

Stabilisierung für Europa bringt hoffentlich auch das Wahlergebnis der Präsidentschaftswahlen im Nachbarland Frankreich.

Auch bei den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und in NRW wünschen wir uns, dass die Ergebnisse zu einem besseren Miteinander im Sinne unseres Grundgesetzes beitragen.

Ein weiteres wichtiges Ereignis ist der Beginn des Monats Ramadans am 27. Mai, der für Muslime eine besondere Bedeutung hat. An den vier folgenden Dienstagen veranstalten wir  in unseren Vereinsräumen Iftarabende, zu denen ich Sie alle recht herzlich einladen möchte.

In Zuversicht auf einen besinnlichen Monat wünsche ich Ihnen eine angenehme Lektüre.

 

Ihr

Veli Karakaya

Vorstandsvorsitzender

 

 

  

 

WIRTSCHAFT AKTUELL

BÖRSEN UND WÄHRUNGSKURSE

1 EUR = 3,9594 TRY 31/05/2017
1 EUR = 1,1175 USD 31/05/2017

 

 

 ISE NATIONAL 100 CHART – 3 MONATE  

 

 

 

DAX 30 CHART - 3 MONATE

 

 

 

 

NACHRICHTEN

Deutscher Außenhandel boomt: Exporte steigen auf Rekordwert

Der deutsche Außenhandel hat im März neue Rekorde aufgestellt. Das Statistische Bundesamt berichtete, dass die Exporte auf 118,2 Milliarden Euro, die Importe auf 92,9 Milliarden Euro stiegen. Das sind jeweils monatliche Rekordwerte.

Im Vergleich zu Februar ergibt sich auf der Ausfuhrseite ein Anstieg um 0,4 Prozent, die Einfuhren erhöhten sich um 2,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind die Wachstumsraten zweistellig. So ergibt sich ein Überschuss der Exporte über die Importe von 25,4 Milliarden Euro.

Nach den Daten von Eurostat zeigte Deutschland 2016 EU-weit den höchsten Export­überschuss auf (257 Milliarden Euro).

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) prognostiziert für das Gesamtjahr 2017 ein Exportplus von drei Prozent.

Allerdings weisen Forscher auch auf mögliche Risiken hin. Eine Abschottung des US-Marktes unter Präsident Donald Trump und die Folgen eines EU-Austritts Großbritanniens könnte in Deutschland einen wirtschaftspolitischen Schock auslösen.

 

Türkisches Wachstum im Bereich der Recyclingbetriebe

 

Die Zahl der Wiederverwertungsbetriebe in der Türkei hat innerhalb von zwei Jahren um mehr als die Hälfte zugenommen. Das jährliche Marktvolumen beträgt schätzungsweise 5 Milliarden Euro. Um EU-Standards vor allem bei Recyclingquoten zu erreichen, müsste das Land 60 Milliarden Euro investieren. Demzufolge bieten sich für ausländische Firmen wichtige Investitionsmöglichkeiten. Das betrifft sowohl Technologie- und Ausrüstungslieferanten als auch Dienstleistungsanbieter. 

Mit den sich rasch verändernden Lebens- und Konsumgewohnheiten der türkischen Verbraucher fallen immer mehr Verpackungsabfälle an. Die Zahl der Verpackungsproduzenten ist in den vergangenen Jahren enorm gestiegen. Parallel dazu wachsen die Müllberge. Fachleute vermuten die angefallene Abfallmenge im Jahr 2016 auf rund 32 Millionen Tonnen. Davon dürften etwa 2,5 Millionen Tonnen auf Verpackungsabfälle und 1,3 Millionen Tonnen auf Industrieabfälle entfallen. Hinzu kommen etwa 100.000 Tonnen medizinische und 530.000 Tonnen elektronische Abfälle.

Bei der Wiedergewinnung des Abfalls bei Elektroschrott besteht in der Türkei Nachholbedarf. Auch zielt die Türkei bei Kunststoff auf eine höhere Quote ab.

Laut dem Umweltministerium soll die Recyclingrate von 44 Prozent im Jahr 2014 auf 54 Prozent im Jahr 2017 steigen.

 

 

EU wächst schneller als USA

 

Die Wirtschaftsleistung der Eurozone ist im ersten Quartal mehr als doppelt so schnell gewachsen wie die der weltgrößten Volkswirtschaft USA. Das Statistikamt Eurostat bestätigte, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Januar bis März um 0,5 Prozent zum Vorquartal gestiegen ist. Dagegen hat die USA zu Jahresbeginn deutlich an Schwung verloren und wuchs schwächer als geplant. Das BIP stieg von Januar bis März mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 1,2 Prozent. Ende 2016 hatte die größte Volkswirtschaft aber noch um 2,1 Prozent zugelegt.

Am besten schneidet derzeit Finnland ab: Hier legte die Wirtschaftsleistung um 1,6 Prozent zu. Von den vier großen Euroländern gelang Spanien mit 0,8 Prozent das kräftigste Wachstum, gefolgt von Deutschland mit 0,6 Prozent, dann Frankreich mit 0,3 Prozent und Italien mit 0,2 Prozent.

Dagegen schrumpfte das BIP  in Griechenland um 0,1 Prozent. Da es bereits im Vorquartal ein Minus gegeben hatte, befindet sich das Land wieder in der Rezession.

Europaweit sind die Aussichten jedoch positiv. Der für den Euroraum zuständige Kommissionsvizepräsident Valdis Dombrovskis sagte: "Das Wachstum gewinnt an Fahrt".

Die Exporte sollen angesichts der besseren Weltkonjunktur stärker zunehmen als im vergangenen Jahr. Auch der private Konsum dürfte ungeachtet der höheren Inflation anziehen. Auch dürften die Unternehmen mehr investieren.

 

Brexit-Auswirkungen: Britische Industrie schrumpft

Die Firmen im Vereinigten Königreich haben im März deutlich weniger produziert - und das bereits den dritten Monat in Folge. Die Betriebe stellten unter dem Strich 0,5 Prozent weniger her als im Februar. Das Minus fiel damit noch deutlicher aus, als von Ökonomen erwartet, teilte das Nationale Statistikamt ONS mit.

In der Industrie fiel der Rückgang mit 0,6 Prozent ebenfalls überraschend stark aus. Fachleute hatten dort keine Veränderung des Produktionsvolumens erwartet. Aus anderen Daten ging hervor, dass sich das britische Handelsdefizit stärker ausgeweitet hat, als angenommen.

Einer Studie des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens Deloitte zufolge befürchten viele Unternehmen wegen des Brexits auch Nachteile für die deutsche Wirtschaft. Ein Großteil der Unternehmen stelle sich auf sinkende Investitionen deutscher Firmen in Großbritannien ein, aber auch in Deutschland könnte als indirekte Folge weniger investiert werden.

Auch ein nachlassender beidseitiger Handel sowie Wechselkurs-Schwankungen werden von vielen der befragten Unternehmen als Risiken gesehen.

Auch gewisse Chancen sehen die befragten Firmen, so etwa eine potenzielle Stärkung des Finanzstandortes Deutschland. Vor allem Frankfurt als Bankenzentrum und Sitz der Europäischen Zentralbank könnte zum Brexit-Gewinner werden. Auch München als Standort für die Technologiebranche und Berlin als Start-up-Stadt könnten profitieren.

 

Zitat

 „Sich in Geduld zu üben, schafft inneren Frieden.“

 

Cartoon des Monats