NETU Newsletter 09/2017

NETU Newsletter 09/2017

Vom Vorstandsvorsitzenden

Sehr geehrte Damen und Herren,
Sehr geehrte Mitglieder und Kooperationspartner,

ich begrüße Sie zur aktuellen Ausgabe unseres Newsletters.

Am 24. September 2017 hat Deutschland mit einer Wahlbeteiligung von 76 Prozent  die politische Vertretung für die kommende Legislaturperiode gewählt.

Als Dachverband eines europaweiten Netzwerkes, der sich stets für die Wertschätzung von Vielfalt einsetzt, sehen wir dem politischen Rechtsdruck unseres Landes als Fortführung einer EU-weiten Entwicklung mit Besorgnis entgegen.

Im Hinblick auf unseren Wirtschaftsstandort Deutschland und Europa hoffen wir, dass sich diese Entwicklung  international nicht nachteilig auswirken wird. 

Die europäisch- türkischen Unternehmen hoffen vielmehr, dass das Ergebnis der Bundestagswahlen und die weiteren Verhandlungen zur Regierungsbildung Stabilität und Frieden für unsere Gesellschaft bringen wird,

in der die universellen Menschenrechte und die Werte des freiheitlich-demokratischen Pluralismus gewahrt bleiben.

Wir sind zudem zuversichtlich, dass sich die respektvollen und freundschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei mit der neuen Bundesregierung verstärkt positiv entwickeln werden. 

In Zuversicht, dass Ihnen der Newsletter zusagt, wünsche ich Ihnen eine angenehme Lektüre.

Ihr Veli Karakaya                                                                                                                                                             

 

 

NACHRICHTEN

Ergebnis der Bundestagswahl 2017

 

61,5 Millionen Wahlberechtigte waren aufgerufen, den 19. Deutschen Bundestag zu wählen. Insgesamt lag die Wahlbeteiligung diesmal bei 76 Prozent.

Die Union hat die Bundestagswahl 2017 mit 32,9 Prozent der Stimmen gewonnen. Dies entspricht einem Verlust von 8,6 Prozent gegenüber der letzten Bundestagswahl im Jahr 2013.

An zweiter Stelle steht die SPD mit 20,5 Prozentpunkten. Sie hat damit im Vergleich zur letzten Bundestagswahl 5,2 Prozentpunkte verloren.

Die 2013 gründete AFD zieht erstmals in den Bundestag ein und landet mit 12,6 Prozent der Wählerstimmen auf dem dritten Platz, vor der FDP. In Sachsen-Anhalt wurde sie zur stärksten Kraft und kam landesweit auf 27 Prozent.

So sitzt erstmals seit 1961 eine rechtspopulistische Partei im Parlament.

Der FDP gelingt nach vier Jahren die Rückkehr in den Bundestag. Die Liberalen gewinnen 5,9 Prozentpunkte hinzu und bekommen 10,7 Prozent der Stimmen.

Die Linke und die Grünen bleiben im Vergleich zur letzten Bundestagswahl stabil und landen auf Platz vier und fünf.

Für die Zahl der Sitze im Parlament bedeutet dieses Ergebnis, dass die Union künftig 246 Abgeordnete entsendet (2013: 311). Die SPD erhält 153 Sitze (2013: 193), die AfD als drittstärkste Kraft 94 Sitze.

Die FDP ist mit 80 Parlamentariern vertreten, die Linkspartei mit 69. Und die Grünen stellen 67 Abgeordnete. Insgesamt hat der Bundestag somit 709 Abgeordnete - so viele wie nie zuvor.

 

Türkische Wirtschaft wächst kräftig

 

Die türkische Wirtschaft hat überraschend stark zugelegt und ist im zweiten Quartal trotz der politischen Spannungen mit Europa erneut deutlich gewachsen. Damit ist die ökonomische Schwächephase nach dem Putschversuch Juli 2016 überwunden.

Das türkische Statistikamt (Turkstat) kündigte an, verglichen mit dem Vorjahresquartal sei ein Wirtschaftswachstum von 5,1 Prozent verzeichnet worden. Der Wert war vergleichbar mit dem des ersten Quartals, in dem 5,2 Prozent erzielt worden waren.

Das jüngste Wachstum übertrifft erneut das der beiden ersten Quartale 2016 (4,8 Prozent beziehungsweise 4,9 Prozent) - den letzten vor dem Putschversuch in der Türkei.

Trotz der schwierigen Phase nach dem Putschversuch ist im Gesamtjahr 2016 die Wirtschaft nach offiziellen Angaben noch um 2,9 Prozent gewachsen.

Im vergangenen Juli erreichten die Urlauberzahlen wieder das Niveau der Vorjahre. Auch der türkische Handel hat sich gut entwickelt. Die Türkei profitiert unter anderem davon, dass die Staatsverschuldung deutlich niedriger liegt als im EU-Durchschnitt.

Die Wirtschaft wächst zudem, weil auch die türkische Bevölkerung insgesamt wächst: Die privaten Konsumausgaben haben stark zugenommen.

Als Vergleich: Die Wirtschaft in der Eurozone liegt im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent.

 

Deutschland ist Fünfter im globalen Wettbewerbsranking