NETU Newsletter 09/2020

NETU Newsletter 09/2020

Vom Vorstandsvorsitzenden

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Mitglieder und Kooperationspartner,

ich begrüße Sie herzlich zur aktuellen Ausgabe unseres Newsletters.
Trotz der gegenwärtigen Pandemie und der damit verbundenen Risiken blicken wir als sozioökonomischer Akteur mit voller Zuversicht in die Zukunft und freuen uns, dass die deutsche Wirtschaft immer mehr positive Entwicklungen verzeichnet.

Auch das Wohlergehen und der wirtschaftliche Erfolg unserer Mitgliedsunternehmen und Kooperationspartner stellen unsere höchste Priorität dar. Angesichts der aktuellen Situation setzen wir, als Kompetenzzentrum und Anlaufstelle der migrantischen Wirtschaft in Berlin und Deutschland, weiterhin einen besonderen Schwerpunkt auf die Unterstützung und Förderung von StartUps, Jungunternehmen und Unternehmensgründungen. Hierfür wurden in unserem Netzwerk diverse Plattformen wie NETU StartUp+ und Meet and Invest gegründet. In diesem Sinne organisieren wir in Kooperation mit „Vielfalt gründet“ am 3. Oktober ein Online-Existenzgründungsseminar, um mit unserem Expertenwissen zahlreichen gründungswilligen Menschen die ersten Schritte zur Selbstständigkeit zu erleichtern.

Ein weiteres Thema, das viele Bürgerinnen und Bürger und unsere Mitgliedsunternehmen beschäftigt, ist der angekündigte automatische Informationsaustausch über Finanzkonten zwischen Deutschland und der Türkei. Um unseren Mitgliedern in dieser Hinsicht transparente und verlässliche Informationen zu bieten, lud die NETU Akademie am 22.09.2020 zum Informations- und Beratungsseminar. So kamen unter Beachtung der Corona Abstands- und Hygieneregeln zahlreiche Mitglieder, Gäste und Vertreter der Finanzbranche zusammen, um sich von Experten umfassend informieren zu lassen. Wichtig war dabei, dass auch ein Rechtsexperte aus der Türkei zugeschaltet wurde, der über Einzelheiten und Sonderregelungen der türkischen Gesetzgebung informierte. Das Seminar wurde zudem über Zoom und Facebook live ausgestrahlt und erreichte mehrere Tausend Zuschauer aus ganz Europa. 

In Zuversicht, dass Sie diese Zeiten wirtschaftlich und insbesondere gesundheitlich mit ihren Familien und Nächsten bestens überstehen, wünsche ich Ihnen eine angenehme Lektüre.

 

Ihr Veli Karakaya                                                                                                                                                             

 

  

 

NACHRICHTEN

 

Ifo-Index: Deutsche Unternehmen sind zuversichtlich

Die Stimmung deutscher Unternehmen hat sich weiter gebessert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex für September stieg auf 93,4 Punkte, wie das Münchner Forschungsinstitut mitteilte. Im August hatte er bei 92,5 Punkten gelegen.  

"Die deutsche Wirtschaft stabilisiert sich trotz steigender Infektionszahlen", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Unternehmen beurteilten demnach die aktuelle Lage im Vergleich zum Vormonat "abermals positiver". Zudem erwarteten sie eine weitere Erholung ihrer Geschäfte.   

Für den Geschäftsklimaindex befragt das Institut monatlich rund 9000 Unternehmen. Dabei werden sie gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate einzuschätzen. 

Deutlich weniger Unternehmen schätzten ihre aktuelle Geschäftslage schlecht ein. Zudem erwarteten mehr Industriefirmen, dass sich ihre wirtschaftliche Lage weiter verbessern wird. Insbesondere die Elektroindustrie ist laut Ifo-Umfrage optimistisch.  

Auch im Handel hellte sich das Geschäftsklima demnach "deutlich" auf. 

Im Bauhauptgewerbe stieg der Index zur aktuellen Lage auf den höchsten Wert seit März dieses Jahres. 

Nur im Dienstleistungssektor ging der Ifo-Index zurück, allerdings nach zuletzt vier Anstiegen in Folge, wie die Forscher betonten. 
 

Weitere Informationen finden Sie unter dem folgenden Link: 
https://www.spiegel.de/wirtschaft/ifo-index-trotz-corona-waechst-in-deutschen-unternehmen-die-zuversicht-a-1a78df67-c855-4d88-a7b6-a092754d745f
 

 

 

Autohersteller im türkischen Exportmarkt

Autohersteller führen die Liste der wichtigsten Exporteure der Türkei mit einem Gesamtvolumen von 4,98 Milliarden Euro an. Die Top-Position wird dabei von Ford Otosan belegt. Das Unternehmen hatte 2019 Exporte im Volumen von 4,97 Milliarden Euro realisiert.  

Toyota Turkey belegte mit 3,6 Milliarden Euro den zweiten Platz, während Oyak-Renault, Tofas Fiat und Mercedes-Benz Turkey in den Top-Ten der türkischen Exporteure (TIM) landeten.

Die Kibar Gruppe, die auch 30 Prozent von Hyundai Assan in der Türkei besitzt, belegte mit 1,9 Milliarden Euro den fünften Platz. Ford Otosan ist eine gemeinsame Gesellschaft von Koc Holding und Ford Motor, die beide 41 Prozent ihrer Anteile halten.  

Der größte türkische Ölkonzern Tüpras, das türkisch-italienische Unternehmen Tofas Fiat und der Konzern Arcelik belegen die Plätze drei, sieben und neun.

Toyota Turkey produzierte im vergangenen Jahr 252.000 Autos und exportierte 227.000 davon in über 150 Länder. Dies geht aus einer Erklärung vom 25. September hervor. Dabei hat das Unternehmen 5500 Arbeitsplätze geschaffen und in der Türkei 2,32 Milliarden Euro investiert. 

Laut TIM erhöhten die 1000 größten Exporteure ihre Gesamtexportmenge um 3 Prozent pro Jahr auf 88,37 Milliarden Euro. Die Türkei plädiert weiterhin für den Freihandel und wendet sich gegen alle protektionistischen Tendenzen, so die Handelsministerin Ruhsar Pekcan.  

 

Weitere Informationen finden Sie unter dem folgenden Link: 
https://www.hurriyet.de/news_tuerkei-autohersteller-dominieren-den-tuerkischen-exportmarkt108722_143541071.html 

 

 

 

Ifo-Institut: Zahl der Kurzarbeiter sinkt

 

Mit der Erholung vom Corona-Knick der deutschen Wirtschaft sinkt auch die Zahl der Kurzarbeiter. Ende September seien eine Million weniger Menschen in Kurzarbeit gewesen als noch im Vormonat, schätzt das Münchner Ifo-Institut.

Insgesamt waren demnach noch 3,7 Millionen Menschen in Kurzarbeit nach 4,7 Millionen im August. Damit sank ihr Anteil an den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten von 14 auf elf Prozent. "Besonders hoch bleibt aber der Anteil an den Beschäftigten in der Industrie.", sagte Ifo-Arbeitsmarktexperte Sebastian Link.

Dort waren im September schätzungsweise noch 1,47 Millionen Menschen in Kurzarbeit, was 21 Prozent der Beschäftigten entspricht. Bei den Dienstleistern waren es 1,23 Millionen oder zwölf Prozent, im Handel 406.000 oder neun Prozent.

Im Bauhauptgewerbe wurden dagegen nur 5000 Kurzarbeiter gezählt, was einem Anteil von einem Prozent entspricht. In den übrigen Sektoren schätzt das Ifo-Institut die Zahl der Kurzarbeiter auf 622.000 oder fünf Prozent der Beschäftigten.  

Die zur Abfederung der Coronakrise geltenden Finanzhilfen bei Kurzarbeit sollen bis in das Jahr 2021 verlängert werden.  

Der Anspruch auf Kurzarbeitergeld soll zudem zeitweise von 12 auf 24 Monate ausgeweitet werden. Arbeitgeber bekommen außerdem bis Mitte 2021 die bei Kurzarbeit fälligen Sozialbeiträge zu 100 Prozent von der Bundesagentur für Arbeit erstattet. 

 

 

 

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