Neue TESLA Fabrik in Brandenburg

Neue TESLA Fabrik in Brandenburg

NETU begrüßt das neue Tesla-Werk in Brandenburg

 

Im Lichte des globalen Klimawandels und der globalen, wirtschaftlichen Komplexität begrüßen wir als wirtschaftspolitischer Akteur die Entscheidung des US-amerikanischen Elektroautobauers Tesla zum Bau einer Fabrik in der brandenburgischen Grünheide. Nach den bisherigen Ankündigungen soll die Autofabrik ab 2020 errichtet werden und die Inbetriebnahme im Jahr 2021 erfolgen. Dabei will das Unternehmen jährlich mehrere hunderttausend Fahrzeuge ausliefern. Damit würde das erste Tesla-Werk in Europa entstehen.

Als Unternehmerverband, der sich für die wirtschaftliche Förderung seiner Mitgliedsunternehmen einsetzt, ist für uns die politische und wirtschaftliche Stabilität Deutschlands von essenzieller Bedeutung. Die Standortauswahl von Tesla würde einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Berlin-Brandenburg leisten und bedeutende Investitionen anspornen. Demnach sollen mehrere tausend Arbeitsplätze entstehen, mit denen neue Aufträge und Perspektiven für Unternehmen und Menschen geschaffen werden können. Damit würde die Industrieansiedlung grundsätzlich mehr Wohlstand für die Hauptstadt bringen.

Das Interesse an klimaneutraler Produktion weckt insbesondere in der deutschen Wirtschaft ein großes Interesse. Als Kompetenzzentrum für die europäisch-türkische Wirtschaft sind wir zuversichtlich, dass die Tesla-Produktion eine Vorreiterrolle bei der Wettbewerbsfähigkeit der alternativen Antriebswege für klimaverträgliche Autoproduktion einnehmen kann. Auch wir setzen unser jahrelanges, fundiertes Know-how ein und beraten gemeinsam mit unseren vielfältigen Wirtschaftsbranchen unsere Mitgliedsunternehmen bezüglich jeglicher Herausforderungen im Automobilmarkt. Im Sinne unserer gesamtgesellschaftlichen Rolle möchten wir an dieser Stelle anmerken, dass gerade bei vorherrschendem Fachkräftemängel eine besondere Rücksichtnahme einer möglichen Verschärfung geboten ist.

Zwar ist erfreulich, dass der Kaufvertrag für das Gelände bereits beurkundet ist, jedoch gibt es seitens des Landes Brandenburg offene Fragen im Genehmigungsverfahren. Gerade aufgrund unseres zivilgesellschaftlichen Beitrags wünschen wir uns von den Ländern Brandenburg und Berlin, dass dieser Prozess ohne großen bürokratischen Aufwand und im Einklang mit den Umweltanforderungen sowie der Zivilgesellschaft beschleunigt wird. Dabei hoffen wir sowohl auf die Genehmigungsfähigkeit des Projekts als auch auf die Schaffung der notwendigen Voraussetzungen für die Investitionsumsetzung von Tesla, um unter anderem die Planungssicherheit für Unternehmen gewährleisten zu können.

 

Veli Karakaya

NETU Vorstandsvorsitzender