NETU Newsletter 10/2018

NETU Newsletter 10/2018

Vom Vorstandsvorsitzenden

Sehr geehrte Damen und Herren,
Sehr geehrte Mitglieder und Kooperationspartner,

ich begrüße Sie zur aktuellen Ausgabe unseres Newsletters.

Als Kompetenzzentrum für die migrantische Wirtschaft ist das primäre Ziel von NETU, ihr sozioökonomisches Netzwerk namensgerecht, europaweit zu etablieren. Hierfür befinden wir uns derzeit im Aufbau von NETU-Vertretungen in Hessen, NRW und dem Nachbarland Holland, die wir zum Jahresbeginn 2019 eröffnen wollen.

Ein weiterer Schritt für die Umsetzung der Vereinsziele und weiteres Pionierprojekt zur Förderung der Wirtschaftlichkeit unserer Mitglieder ist die Errichtung einer Online Geschäftsplattform – dem NETU-Marktplatz und das NETU Business Forum, die sich im letzten Stadium der Probephase befinden und bald eröffnet werden.

Um unser Netzwerk weiterhin zu stärken sowie den unternehmerischen Austausch zu intensivieren, kamen wir zudem am 06. Oktober mit unseren Mitgliedern, interessierten Unternehmen und Gästen zu einem gemeinsamen Business-Brunch zusammen. Hier hatten wir Gelegenheit uns auszutauschen, neue Geschäftskontakte zu schließen und voneinander zu lernen.

Auch die Förderung von jungen Unternehmen und ExistenzgründungerInnen ist ein besonderes Anliegen für NETU. Diesbezüglich haben wir in Kooperation mit “Vielfalt gründet.” am 07. Oktober das jährliche Existenzgründungsseminar durchgeführt und im Anschluss als Aussteller an den “Deutschen Gründer- und Unternehmertagen“ teilgenommen.

Der wirtschaftliche Erfolg unserer Mitglieder ist weiterhin eines unserer Hauptziele. So werden wir am 13. November unsere routinemäßige Mitgliedervorstellung veranstalten, auf der sich Unternehmen unseres Netzwerks vorstellen und ihre besonderen netzwerkinternen Angebote und Produkte präsentieren können.

In Zuversicht, dass Ihnen der Newsletter zusagt, wünsche ich Ihnen eine angenehme Lektüre.

 

 

Ihr Veli Karakaya                                                                                                                                                             

 

 

 

NACHRICHTEN

 

WEF-Studie: Deutschland ist Weltmeister in Innovation

Kein Land der Welt ist so innovativ wie Deutschland. Zu diesem Schluss kommt das Weltwirtschaftsforum (WEF) in seiner jährlichen Studie zur Wettbewerbsfähigkeit. Gemessen an zehn verschiedenen Kriterien biete das Land die besten Voraussetzungen, um innovative Prozesse von der Idee bis zur Vermarktung zu bewältigen. Ausschlaggebend waren unter anderem die Zahl der angemeldeten Patente sowie wissenschaftliche Veröffentlichungen und die Zufriedenheit der Kunden mit deutschen Produkten. Nur etwas schlechter schneiden in dem Punkt die USA und die Schweiz ab.

Das WEF lobt auch starke Forschungsinstitute. Führend ist Deutschland außer bei der Innovationskraft nach Einschätzung des WEF mit Blick auf die volkswirtschaftliche Stabilität. Das ist vor allem der niedrigen Inflation und den soliden Staatsfinanzen zu verdanken.

Insgesamt liegt Deutschland im Wettbewerbsranking auf Platz drei, hinter den USA und Singapur. Das Weltwirtschaftsforum sieht Amerika trotz der protektionistischen Handelspolitik und Mängeln im Sozialsystem ganz vorne. Kein anderes Land sei unternehmerisch so dynamisch und verfüge über so ein leistungsfähiges Finanzsystem. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt China liegt weit abgeschlagen auf Platz 28.

 

 

 

 

 

 

Türkei: Firmen müssen sich für Preispolitik rechtfertigen

Im Kampf gegen die hohe Inflation fordert das türkische Handelsministerium 114 Unternehmen zu einer Rechtfertigung für ihre Preispolitik auf. Ihnen werden drastische Preiserhöhungen unterstellt.

Dem Ministerium zufolge wurden landesweit 3974 Unternehmen und 69.2000 Produkte untersucht. Ziel sei es nicht, in den freien Markt einzugreifen, sondern Ungerechtigkeiten durch unfaire Preiserhöhungen vorzubeugen. Dabei soll es sich bei den Waren handeln, die von den Devisenkurs nicht betroffen seien.

Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte Strafen für „Opportunisten" angekündigt, die wegen der Abwertung der heimischen Währung Lira die Preise ungewöhnlich stark erhöht haben.

Die türkische Lira hat in diesem Jahr zum Dollar knapp 40 Prozent an Wert eingebüßt, wodurch Importe deutlich teurer wurden. Das trieb die Inflationsrate im September auf 24,5 Prozent - den höchsten Stand seit 15 Jahren.

Die türkische Regierung will mit Preissenkungen die stark gestiegene Inflation im Land bekämpfen. Finanzminister Berat Albayrak kündigte an, viele Unternehmen hätten sich bereiterklärt, bei zahlreichen Gütern die Preise bis zum Jahresende um mindestens zehn Prozent herabzusetzen. Auch der Banksektor beteiligt sich mit einer Senkung der Zinssätze für Kredite.

 

 

 

 

 

 

  

Brexit-Auswirkungen für deutsche Unternehmen

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat auf Grundlage einer neuen Unternehmensbefragung seine Wachstumsprognosen für Deutschland korrigiert. Für 2018 rechnet er nach Angaben nur noch mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung (BIP) von 1,8 Prozent. Bisher lag die Vorhersage bei 2,2 Prozent. Im kommenden Jahr dürfte demnach der BIP-Zuwachs mit 1,7 Prozent noch etwas niedriger ausfallen. Für das Exportgeschäft senkte der DIHK seine Schätzung auf 2,8 von bislang fünf Prozent im laufenden Jahr. 2019 sei ein Anstieg von 2,5 Prozent absehbar.

 

"Die Unternehmen blicken merklich verhaltener auf ihre künftigen Geschäfte - die stärkste Eintrübung der Geschäftserwartungen seit vier Jahren", lautete das Ergebnis einer DIHK-Umfrage bei den etwa 27.000 deutschen Firmen. Die größte Wachstumsbremse bleibe derzeit der Fachkräftemangel.

 

Eines der Hauptrisiken für das Wachstum sieht DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben allerdings im Brexit. Nach wie vor sei keine Einigung zwischen der EU und Großbritannien in Sicht. Diese Entwicklung könnte konsequenterweise drastische Auswirkungen auf deutsche Unternehmen haben.

 

 

 

 

 

 

 

Diesel-Fahrverbote sollen per Gesetz erschwert werden

In vielen Städten wie Frankfurt, Berlin oder Stuttgart ist die Luft zu stark mit Schadstoffen belastet. An vielen Stellen wird der Grenzwert für Stickstoffdioxid überschritten. Dieselautos sind eine Hauptursache für die schlechte Luft. In mehreren Städten drohen nach Gerichtsurteilen Fahrverbote für ältere Diesel.

Jedoch will die Bundeskanzlerin Angela Merkel die Verhängung von Diesel-Fahrverboten per Gesetz erschweren. Ihre Partei glaube, dass Fahrverbote in der Regel nicht verhältnismäßig seien, wenn die Grenzwerte für Stickstoffdioxid nur in geringem Umfang überschritten werden.

Mit Blick auf manipulierte Abgastests, den Umstieg auf sauberere Autos und den Einbau neuer Katalysatoren in ältere Diesel-Pkw sagte Merkel, sie stehe an der Seite der Autobesitzer. Ihnen solle kein finanzieller Schaden entstehen. Sie sehe in “ganz wesentlichem Maße“ die Autoindustrie in der Verantwortung. “Denn die Automobilindustrie hat wirklich massiv Vertrauen zerstört, und daher muss sie auch einen Beitrag leisten, dieses wieder herzustellen“.

Die große Koalition hatte sich kürzlich auf ein Paket mit neuen Maßnahmen für 14 stark belastete Städte geeinigt, das Fahrverbote wegen zu schmutziger Luft abwenden soll.

 

 

 

 

 

 

Graphik des Monats

BVMW-Umfrage: So denkt der Mittelstand

95 Prozent der Mittelständler sagen, die Krise der türkischen Lira wirke sich nicht auf ihr Geschäft aus. Nur fünf Prozent glauben an einen Einfluss der Währungs-Talfahrt auf ihren Umsatz. Das ergab eine Umfrage unter 1037 Unternehmern. Für BamS befragte der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (bvmw.de) seine Mitglieder per E-Mail.

 

 

 

BÖRSEN & WÄHRUNGSKURSE

 

1 EUR = 6,3230 TRY      29/10/2018
 

1 EUR = 1,1387 USD      29/10/2018

 

 

Istanbul Stock Exchange 100 / 3 Monate

 

DAX 30 Chart / 3 Monate

 

Zitat des Monats

"Faschismus kann durch Lesen geheilt werden, Rassismus durch Reisen."

 

Cartoon des Monats